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Meinetwegen nehmen wir also zur Kenntnis, dass unser Herr Bundespräsident ein Hump oder Dump ist, denn alles andere wäre ja Hilmar Kabas als verbalen Tortenwerfer zu bezeichnen. Außerdem haben wir schon einen Strolchi in der Bundesregierung, was sich vielleicht auf Susi, aber keinesfalls auf Lumpi reimt.
Jedenfalls ist die kleine Episode, die sich da zu fortgeschrittener Stunde eines freiheitlichen Parteitags ereignete, wie schon manch tiefsinniger Moment heimischer Politphilosophie zuvor, von der medialen Schaumschlägergesellschaft prompt nur zum weiteren Beleg einer ordentlichen Verbalpolitik der Freiheitlichen gewaltsam umgedeutetworden.
Aber dabei offenbart sich hier nur ein klares Bild der anderen, zutiefst literarischen und humanistischen Werten verpflichteten FPÖ und ihres obersten Wiener Protagonisten, ist man nur willens lechts nicht mit rinks zu verwechseln und den Papp der political correctness aus dem linken Gehörgang zu säubern.
Damit dies einsichtig wird, müssen wir ein wenig ausholen, da in der Stadt Sigmund Freuds das Eigentliche bekanntlich stets tief im Verborgenen liegt. Mit trivialer Duden-Lektüre läßt sich die Kaballistik eines Hilmar Kabas natürlich nicht enttarnen. Um dem Verborgenen nachzuspüren müssen wir schon bei Alice hinter den Spiegeln blättern, wo ein gewisser Humpty Dumpty sein Unwesen treibt, bevor er zur Strafe von der Mauer fällt.
In deutscher Übersetzung heißt Humpty Dumpty Goggelmoggel, was in doppelter Verschlüsselung ganz wie im Traum nur ein eleganter Hinweis auf die Fremdsprachengeläufigkeit unseres eloquenten Parteitagsredners einerseits sein kann, bei gleichzeitiger Angst vor einem tiefen Fall, wie er nur Menschen vertraut ist, die schon einmal unversehens von einer Ministerliste gefallen sind.
Mit Goggelmoggel verstrickt sich die ahnungslose Alice in einen philosophischen Diskurs, der der Lektüre der Abfolge einer Reihe von FP-Presseaussendungen um nichts nachsteht. Wenn ich ein Wort gebrauche, dann heißt es genau, was ich für richtig halte, bescheidet Goggelmoggel Alice wie Kabas dem mitschreibenden APA-Reporter, der nur wissen wollte ob er seinen Ohren trauen konnte. Es fragt sich nur, ob man Wörter einfach etwas anderes heißen lassen kann, aber ganz gefehlt, liebe Alice: Es fragt sich nur, wer der Stärkere ist, weiter nichts.
So wendet sich eine lange Serie verbaler Missverständnisse doch noch zum guten, seit wir in den Redaktionsstuben wissen, wer derzeit der Stärkere ist. Schließlich wusste auch schon die Kärntner Arbeiter-Klasse von ihrem Goebbels, dass die Menschen spüren müssen, wer das sagen hat. SozialistischeÖsterreichBeschützer wird man da auf hausgroßen roten Plakaten im AK-Wahlkampf doch noch sagen dürfen. Und wenn einer wie der deutsche Notenbankpräsident so richtig schlau ist, wird ihm das ein früherer Außenminister ruhig auch in Privataudienz ins Gesicht sagen können und muss sich dafür nicht von der Journaille zum Frühstück verspeisen lassen sondern darf zum Bundeskanzler aufsteigen.
Freundlich gewidmet von spu Kofferlogo
von Renate Habinger,
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